Herder und Humboldt

von Lenja

Wilhelm von Humboldt – die Sprache als Weltansicht

 

Laut Humboldt spiegelt ein Wort die Wahrnehmung eines Objektes oder Sachverhaltes wider (vgl. Z.4f.). Allerdings ist das Wort somit nicht objektiv, sondern von Erfahrungen und daraus resultierenden Empfindungen geprägt, die der Mensch mit dem Objekt oder dem Sachverhalt gemacht hat (vgl. Z8f.).

Daraus schlussfolgert Humboldt, dass wenn ein Wort allein schon Assoziationen mit einem Erlebnis transportiert, dann liegt in der Sprache, also der Gesamtheit aller Worte, die Weltansicht eines Volkes vgl. Z.15f.). Um einander zu verstehen reicht es deshalb nicht dieselben Worte zu verwenden, sondern man muss auch die selben Empfindungen damit verbinden. Zum Beispiel verbinden die älteren Generationen der Deutschen das Wort “Mauer” eher mit der Trennung von Familien oder Freunden, während ein Engländer es eher mit der Abgrenzung von Grundstücken verbinden würde.

Eine neue Sprache zu lernen bedeutet also für ihn nicht nur das Lernen neuer Vokabeln, sondern das Eintauchen in die Kultur des Volkes und damit auch die Gewinnung eines neuen Standpunktes (vgl. Z.35f.).

 

Johann Gottfried Herder – Abhandlung über den Ursprung der Sprache

 

Wie aus der Überschrift bereits entnehmbar, beschäftigte sich Johann Gottfried Herder mit der Frage, wie die Sprache der Menschen entstand.

Laut Herder verfügt der Mensch im Gegensatz zu den Tieren nicht über eine angeborene, instinkthafte Sprache, sondern musste sie erst entwickeln. Dafür sei der Mensch aber mit zwei Eigenschaften ausgestattet, die ihm die Entwicklung ermöglichen. Zum einen verfüge er über “Besonnenheit”, damit meint Herder die Vernunft, die dem Mensch “charakteristisch eigen und seiner Gattung wesentlich [ist]” (Z.1f.). Die zweite Eigenschaft, die den Menschen im wesentlichen ausmacht, sei die Fähigkeit zur Reflexion. Mit diesen beiden Eigenschaften sei der Mensch in der Lage seine Umwelt zu reflektieren und Objekte anhand ihnen eigentümlicher Merkmale zu unterscheiden (vgl. Z.26-29).

Herder erläutert seine Ausführungen an einem Beispiel, in welchem ein Mensch auf ein Schaf trifft. Der Mensch wird im Gegensatz zum Tier, nicht von Instinkten abgelenkt, die seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken könnten, sondern sucht durch seine Vernunftbegabug nun nach einem Merkmal, das diesem Schaf zu eigen ist, also eine Eigenschaft, welche er noch bei keinem Tier vorher bemerkt hat. Durch die Fähigkeit seine Umwelt zu reflektieren fällt ihm auf, dass es das Blöken ist, welches das Schaf von anderen Schafen unterscheidet.

Wenn dieser Mensch nun wieder auf ein Schaf trifft, ist er in der Lage es an seinem Blöken wieder zu erkennen: “Ha! Du bist das Blökende!” (Z.67f.). Durch das Wiedererkennen des Schafs an seinem Merkmal ist das Blöken bereits zu einer Art Merkwort geworden, auch wenn der Mensch es noch nie ausgesprochen hat, hat sich in seinem Gehirn eine Bezeichnung für eine Gruppe von Tieren gebildet.

Weiterhin führt Herder aus, dass auch ein Blinder zu so einer Form der Sprache fähig wäre. Der Blinde würde das Schaf dann an seiner Wolle erkennen und diese Tiere unter dem Merkwort “das Wollige” abspeichern.

Herders Theorie zufolge entstand Sprache also dadurch, dass der Mensch begonnen hat Objekte aufgrund ihnen eigentümlicher Merkmale zu unterscheiden.

 

Sturm und Drang

Monolog eines modernen Stürmer und Drängers

von Rosalie und Marianna

Fuck!

Was ist das? Dieses Gefühl in meinem Bauch. Hunger oder so was?

Hunger von diesem scheiß Buch! Hätt‘ ich doch bloß nicht diesen verdammten Werther gelesen, dann wär‘ mein Kopf jetzt auch nicht so gef****.

 

Ja ,ja… Werther, der arme Kerl, hat echt nie Glück mit den Weibern. Die sind aber auch schlimm! Spielen dir einen vor, sagen sie lieben dich, und dann? – Hauen sie mit dem nächstbesten Justin-Arschloch von neben an ab, genau wie Clara!

 

Clara… wie schön es klingt, diese zwei wundersamen Silben ihres Namens auszusprechen: Clara.

 

Ich hab so viel und die Empfindungen an ihr verschlingt alles, ich habe so viel und ohne sie wird mir alles zu nichts.

 

Alter! Das war grad‘ echt deep!
Hätte nie gedacht, dass ich so ein Homo werde wegen einem Mädchen. Julius, was sagst du da? EINES MÄDCHENS!

 

Oh Gott, was ist nur los mit mir?

„Eines Mädchens“, sonst sprech‘ ich doch immer wie der letzte Asi.

 

Es zieht ein Sturm auf, ich muss dem Drang nachgeben und ihr noch vor März schreiben! Ich kann nicht anders.

Na super Julius, du hast alles nur noch schlimmer gemacht.

Diese Liebe wird ewig halten, da bin ich mir sicher. Aber kann ich wirklich bis zu meinem Ende mit dieser unerfüllten Liebe leben? Vielleicht sogar noch die nächsten 60 Jahre? Ohne Clara?

Ich fühle mich so einsam. Ohne meine Clara erfriere ich. Die Welt ist so farblos ohne sie, es gibt einfach nichts Lebenswertes mehr. Ein Leben ohne Clara, ist kein lebenswertes Leben.

Aber so muss es nicht enden. Vielleicht bin ich für den Rest meiner Zeit unglücklich verliebt, aber was, wenn ich meine Zeit einfach beenden kann?

Ich werde sie bis zum Ende meiner Tage lieben, aber kann das nicht heute sein? Kann es wirklich so einfach sein? Nie wieder diese Leere spüren, nie wieder dieses Gefühl das mich verschlingt. Nie wieder dieses Gefühl, das alles um mich herum entfärbt und wertlos macht. Nie wieder dieses unerträgliche Gefühl, die Liebe zu Clara.

Es ist der einzige Ausweg.

Viele Kerle vor mir konnten es tun, Werther konnte es tun, ich werde es auch tun können.

Für Clara.

Clara, die ich bis zum Ende meines Lebens lieben werde. Das zum Greifen nahe Ende. Heute. Jetzt. Ich muss es tun.

 

 

 

Gefühl: Bild1

 

Werther 1:  https://www.youtube.com/watch?v=qddR1c8bMjs

 

Werther 2: https://www.youtube.com/watch?v=He-7C8UkhKk

 

deep: Bild 2

 

Gott: Bild 3

 

Sturm: Bild 4

 

Vormärz: Bild 5

 

Liebe: Die Liebe galt als Motiv für die Ehe.

 

Leere: ?

 

Ende meines Lebens: ?

Der Expressionismus (1905 -1925)

 

Grundkursschüler: Siri! Erzähl mir bitte etwas über den Expressionismus.

 

Siri: Was möchtest du wissen?

 

GKS: Welchen Zeitraum umfasst der Expressionismus?

 

Siri:  Der   Expressionismus   umfasst   ca.   die   Jahre   1905   bis   1925.   Möchtest   du Hintergrundinformationen zu dieser Zeit?

 

GKS: Ja gerne Siri!

 

Siri: Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Zeit des Umbruchs. Aufgrund der Industrialisierung arbeiteten immer mehr Menschen in Fabriken und zogen somit vom Land in die Großstadt. Weiterlesen

Lernen leicht gemacht – Das ultimative ABItraining

Ich muss für’s  ABI lernen, dieser Stoßseufzer wird dem ein‘ oder anderen

schon oft über die Lippen gekommen sein.

So geht’s:

Problem

 

Lösung

 

1.     Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Material sichten und nach Fachgebieten sortieren; hierarchisieren→ was kann ich gut, was gar nicht.

Sei ehrlich und schreibe deine Defizite auf!

je nachdem, wie unordentlich du bist, kann das ziemlich lange dauern, also früh genug anfangen!

2.     Mir fehlt es an Disziplin. Arbeitsplan erstellen:

2x 90 Minuten vormittags; 1x 90 Minuten nachmittags (oder umgekehrt, je nachdem, ob du Eule oder Lerche bist ),

d.h., du lernst täglich für alle drei schriftlichen Fächer, mit dem vierten beginnen die meisten erst nach den schriftlichen Prüfungen.

An diesen Plan musst du dich auf jeden Fall halten; d.h. kein Telefonat, kein Surfen, keinerlei Ablenkung. Plane Belohnungen ein!

Arbeite mit jemandem zusammen, verabredet euch, vereinbart Strafen bei Nichterscheinen!

3.     Fange ich mit dem Leichten an, damit ich nicht frustriert bin? Beginne mit dem, was du am wenigsten kannst.

Klausuren und die Kommentare dazu nochmals durchlesen; während der Wiederholung im Unterricht eine Defizit-Liste führen!

 

 

4.     Wie kann ich Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden?

 

Bitte deinen Lehrer, eine ultimative Liste anzufertigen! Frage explizit danach, was du nicht lernen musst (z.B. in Deutsch „Tauben im Gras“).

Schau im Netz unter Standardsicherung NRW nach. Dort findest du die Obligatorik, das sind die inhaltlichen Voraussetzungen.

 

 

 

 

 

5.     Wie lerne ich?

 

 

 

 

–        Sieh dir die Klausuren nicht nur an, sondern bearbeite sie auch!

–        Achte darauf, dass du die Operatoren, also die Aufgabenstellung, verstehst.

–        Vergleiche deine Lösung mit dem Erwartungshorizont (Achtung! Maximalforderung

–        Fertige Lernkarten mit den Schlüsselbegriffen an und laß dich abfragen.

–        Das Lesen von Lektüren kann man in die Abendstunden verlegen.

 

6.     Was tue ich, wenn ich ein Themengebiet gar nicht beherrsche? –        Du bittest deinen Fachlehrer um Hilfe.

–        Du kaufst dir Sekundärliteratur (Stark Verlag;  Lektürehilfen von Klett)

–        Du fragst einen Mitschüler.

–        Ihr erarbeitet das Thema in der Gruppe.

 

7.     Was tun bei Prüfungsangst? Manche Menschen leiden sehr unter Prüfungsangst. Es beruhigt dich sicher, wenn du fachlich gut vorbereitet bist. Bei schriftlichen Prüfungen legt sich die Angst meist mit dem Arbeitsfortschritt.

 

8.     Und wenn ich mich nicht entscheiden kann? Wenn du mehrere Themen zur Auswahl hast, nimm dir die dafür vorgesehene Zeit. Frage aber auch deinen Fachlehrer vorher, was er dir rät.

Schwierig wird das Ganze, wenn du dich auf z.B. Gedichte spezialisiert hast, du aber die infrage

stehenden Texte nicht verstehst. Also: immer Plan B haben!

 

9.     Zeitmanagement Schon bei der Vorabi-Klausur kannst du das Zeitmanagement üben, indem du dir aufschreibst, wieviel Zeit du dir für die einzelnen Aufgaben gibst. Uhr nicht vergessen!